Die Demokratiefahrt der EF nach Berlin
Die Demokratiefahrt der EF nach BerlinUnsere gesamte Stufe (EF) fuhr von Sonntag (18.01.2026) bis Mittwoch (21.01.226) nach Berlin und erlebte, wie die EF im vergangenen Jahr, eine Demokratiefahrt.
Ziel der Fahrt war es, politische Institutionen kennenzulernen und sich intensiver mit der Bedeutung und den Grundlagen unserer Demokratie auseinanderzusetzen. Die Reise versprach ein volles Programm: Der Aufenthalt begann mit einem mehrstündigen Stadtrundgang durch das belebte Berlin. Unsere Lehrer/innen haben uns dabei zu unterschiedlichen Ecken und Flecken Berlins geführt, damit wir uns einen ersten Überblick verschaffen konnten.
Um zu lernen, warum unsere Demokratie schützenswert ist, haben wir uns einerseits mit ihr selbst und ihren zentralen Institutionen, und andererseits mit den fatalen Folgen, die ihr Zerfall mit sich ziehen kann, beschäftigt.
Ein besonders eindrucksvoller Programmpunkt war der Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen, die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit (Stasi) der DDR. Es ging uns sehr unter die Haut zu erfahren, wie Menschen unwürdig behandelt wurden, weil sie Rechte einforderten, die für uns heute selbstverständlich sind – wie etwa Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Menschenrechte. Dies macht deutlich, dass das, was wir so zweifelsfrei genießen, nicht für jeden selbstverständlich war und ist.
Auch interessant und aufschlussreich waren die Führungen in den Berliner Unterwelten. Hier konnten wir unterirdische Bunkeranlagen erkunden, die den Menschen Sicherheit in den unsichersten Zeiten boten, indem sie als Schutzräume dienten.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Deutschen Bundestages. Wir durften uns ein Bild vom Bundestagsgebäude machen und im Plenarsaal auf der Besuchertribune sitzen und einen Vortrag über die Geschichte des Gebäudes sowie die Zuständigkeiten und Arbeitsweisen des Parlaments hören. Im Anschluss trafen wir uns mit einzelnen Abgeordneten des Bundestages und erhielten die Möglichkeit Fragen zu stellen und die Person sowie den Arbeitsbereich des jeweiligen Abgeordneten näher kennenzulernen. Diese waren der Abgordnete Jan Köstering (Die Linke), eine Mitarbeiterin von Sanae Abdi (SPD) und die Abgeordnete Nyke Slawik (Bündnis 90/Die Grünen). Diese Treffen waren sehr informativ. Zum Abschluss haben wir noch die bekannte Glaskuppel des Reichstagsgebäudes besichtigt und den eindrucksvollen Blick über die Stadt genossen.
Auch im Bundesrat erhielten wir einen interessanten Einblick in die Arbeit dieser Institution. Wir hörten einen Vortrag und haben danach für ein realitätsnahes Erlebnis in einem Rollenspiel die Abstimmung eines Gesetzesentwurfes inszeniert. So konnten wir selbst erfahren, wie politische Entscheidungsprozesse ablaufen.
Zum Abschluss unseres Aufenthalts haben wir das Holocaust-Mahnmal besucht und ein Erinnerungsfoto am Brandenburger Tor gemacht. Trotz des sehr umfangreichen Programms hatten wir auch Zeit, die wir frei gestalten konnten. In dieser konnten wir die Stadt erkunden, essen gehen und uns ausruhen.
Die Fahrt nach Berlin war für unsere Stufe eine sehr aufregende und eindrucksvolle Erfahrung, bei der wir nicht nur viel über Politik und Geschichte gelernt haben, sondern auch einen neuen Blick auf die Bedeutung von Demokratie gewinnen konnten. Trotz der sehr aufwühlenden und intensiven Momente, die wir erlebt haben, wären wir gerne noch länger geblieben.
Von Donya Azad